Wie man Urwälder nachhaltig bewirtschaftet und damit intakt hält, führt ein Schweizer Unternehmen in Zentralamazonas vor Augen. Finanziell hat es allerdings das Nachsehen, weil die Konkurrenz billigere Preise hat.
 
Eine grosse Herausforderung für die jetzigen und künftigen Generationen wird die Anpassung an den Klimawandel sein. Neben der drastischen Reduktion der Treibhausgasse geht es nun darum, mit dem steigenden Meeresspiegel, mit stärkeren Stürmen und Dürren umgehen zu lernen.
 
Agrotreibstoffe haben zwar in der Regel eine etwas bessere Treibhausgasbilanz als fossile Treibstoffe. Doch die Umweltbelastung aus dem Anbau wiegt diesen Vorteil bei weitem auf. Das zeigt eine Lifecycle-Analyse von Schweizer Forschern. Wer seinen Blickwinkel auf einen winzigen Ausschnitt verengt, wird aber eine Erfolgsmeldung daraus machen.
 
Vor bald 10 Jahren warf die mexikanische Regierung den Indianern in der Region des Monte Azules vor, den Regenwald und damit das Schutzgebiet Monte Azules Integral Biosphere in Chiapas zu zerstören. Man wollte deshalb die Indianer umsiedeln. Das war 2003. Was warf man den Einheimischen vor, die schon immer da gelebt haben? Die Indios weigerten sich, an einem Versuch teilzunehmen, der zu einer nachhaltigeren Bebauung des Urwaldbodens geführt hätte. Andererseits – und dies zeigten Luftaufnahmen – war die Zerstörung des Regenwaldes durch die Indianer nicht so gravierend, als dass er sich nicht hätte davon erholen können. Umsiedlung der einheimischen Maya-Indianer in städtische Zentren? Kein Problem, solange das Klimagewissen beruhigt ist. Und heute?
 
Während Ende Juni der amerikanische Präsident Barack Obama seinen längst fälligen Klima-Plan unter grossem Applaus einer Öffentlichkeit vorstellte, überfluteten Riesenwellen die Marschall-Inseln im Südpazifik. 6'000 Menschen müssen seither mit kaum einem Liter Wasser pro Tag auskommen. Doch wen interessiert das schon?